In der letzten FriZ beleuchteten wir die Lage, Herkunft und Migrationsgründe von afrikanischen MigrantInnen, welche es nach Europa geschafft haben. Angesichts der vielen Millionen flüchtenden und vertriebenen Menschen, die innerhalb des afrikanischen Kontinentes fliehen, sind es nur wenige, die unsere Gastfreundschaft in Anspruch nehmen (so die Wortwahl der Rechten) aber eben meist nicht bekommen.
Es ist zwar keineswegs so, dass die Gastländer in Afrika nur positiv auf die Flüchtlinge und anderen MigrantInnen reagieren siehe z.B. das Beispiel Südafrikas in dieser FriZ. Doch ist es trotzdem angebracht, den vielen meist selbst verarmten und problembeladenen Staaten und ihren BürgerInnen Respekt zu zollen, dass sie angesichts der echten Probleme, die diese Millionen von Flüchtenden für ihre Länder bedeuten, nicht generell extremistischer reagieren als unsere Haiders, Le Pens und...
Nun hört also auch das "mosquito" auf, die entwicklungspolitische Zeitschrift der Schweiz, die wir alle so schätzen. Wenn das so weitergeht, gibt es bald keine linken, kritischen, intelligenten Zeitschriften mehr in der Schweiz. Und wo holen sich dann die Leute, die sich mit den "liberalen" Informationen der grossen Zeitungen nicht zufrieden geben, die anderen Meinungen, Überlegungen und Hintergründe? Eine Abokündigung bei mosquito, emanzipation, DAZ und wie sie alle hiessen, hatte eben weiterreichende Auswirkungen, als dass "nur" ein Blatt einging (und ein paar Leute auf der Strasse standen). Wir wollen Sie liebe AbonnentInnen damit nicht kritisieren, im Gegenteil: Wir danken Ihnen dafür, dass Sie uns treu blieben (und noch lange bleiben!) denn auch die FriZ kann ohne Sie nicht durchhalten. Gäbe es nur mehr so treue Seelen (s. Talon S. 34)!!
Redaktion FriZ![]()