Die Zeitschriften MoMa und Nora gehen ein, die FriZ schafft es kaum, ihre Abo-Zahl auf das notwendige Mass zu erhöhen, der SFR findet nicht genug Interessierte für die thematische Arbeit, Solidarité sans Frontières braucht neue Mitglieder, um zu überleben, der Umverteilungsinitiative fehlten engagierte Leute, um lokale Abstimmungskomitees aufzubauen und eine breitangelegte Kampagne durchführen zu können...
Nach dem Abstimmungswochenende vom 26. November und in den Jahresabschlüssen vieler NGO zeigt sich wieder deutlich die Schwierigkeit unserer Arbeit: Die Basis nicht nur friedenspoli-tischer Projekte scheint verschwunden zu sein, nur noch wenige sind bereit, sich auf der Strasse oder in Organisationen zu engagieren. Von Soziologen, Psychologinnen und PolitikerInnen werden viele Erklärungen für die ´Entpolitisierungª der Gesellschaft geliefert: der Hedonismus der 90er Jahre, der zunehmende Stress und Leistungszwang, der kaum mehr Zeit für anderes lässt, das ideologische Vakuum in der Linken seit dem Mauerfall etc. Grund zu resignieren oder gar aufzuhören?
Nein, denn wir glauben, dass zumindest das Interesse an unseren Themen nach wie vor existiert. Wir sind davon überzeugt, dass die friedens-, entwicklungs- und asylpolitisch interessierten Menschen wollen, dass sich in der Politik etwas verändert und dass wir NGO deshalb weitermachen sollen.
Das geht aber nur, wenn aus Interessierten wieder vermehrt Engagierte werden. Indem Sie, verehrte FriZ-LeserInnen, z.B. in Ihrem Umfeld für die Friz werben. Oder sie an Weihnachten verschenken. Für Sie als SchenkerIn (oder auch als NeuabonnentIn) gibt es dafür von uns ein Dankeschön: Ein spannendes Buch, das Ihnen die Winterzeit zu verkürzen hilft (siehe Seite 34).
Die Redaktion![]()