Kleinwaffen
In jedem vierten Schweizer Haushalt
befindet sich eine Schusswaffe. Jedes dritte Tötungsdelikt wird in unserm
Land mit einer solchen Waffe begangen. Die Schweizer Armee gibt jedes Jahr rund
8000 Sturmgewehre gratis an Soldaten ab, die ihre Dienstpflicht erfüllt
haben: eine Unmenge Waffen, die nach geltendem Gesetz privat gehandelt werden
können. Weltweit blüht das Geschäft mit Kleinwaffen, im Jahr
2000 betrug der Umsatz schätzungsweise vier bis sechs Milliarden US-Dollar.
Kleinwaffen eignen sich speziell für die Kriege von heute, bei denen es
sich mehrheitlich um innerstaatliche Konflikte handelt.
Der Schweizerische Friedensrat hat das
Thema Kleinwaffen aufgegriffen und darüber im November an einem Hearing in
Bern breit informiert. Die Referate von ExpertInnen aus NGO und dem EDA bilden
den Hauptteil dieses FriZ-Themas: Von der tödlichen Wirkung von
Kleinwaffen über Hindernisse bei der Waffenkontrolle bis zum Missbrauch
von Kindersoldaten. Im «Uno-Jahr» 2002 möchte der Schweizerische
Friedensrat das Thema Kleinwaffen weiterverfolgen und eine Kampagne lancieren.
