Editorial FriZ 1/02

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Nachrichten über Terror und Krieg gehören zu unserem Alltag. Wer regelmässig Zeitung liest und Radio hört, glaubt auf dem Laufenden zu sein und mitreden zu können. Die Informationen stammen aus zweiter oder dritter Hand, die Bilder zeigen nicht die Wirklichkeit, sondern einen Ausschnitt davon. Um unsere Vorstellung über die Situation in Kriegsgebieten zu erweitern, sind wir auf glaubwürdige Berichte angewiesen, die Hintergründe sichtbar machen, auf die Folgen von Gewaltanwendung hinweisen oder Frauen, Kinder und Männer zu Wort kommen lassen, die direkt betroffen sind. So wie die eindrücklichen Reportagen von Iren Meier, die als Korrespondentin von Radio DRS über den Krieg im ehemaligen Jugoslawien berichtete. Sie ist in diesem Heft (Seite 25) porträtiert.

"Unser Reden über Gewalt und Krieg muss einen ‹Funken der Hoffnung› entfachen", schreibt Regula Grünenfelder zum Schwerpunktthema Religion und Krieg (ab Seite 9). Dieser Funke Hoffnung ist bei den Frauen im Umfeld der Uno nie erloschen. Fünfzig Jahren lang haben sie gerungen, bis sie die Gleichstellung in Friedensverhandlungen und -einsätzen erreicht haben, worüber zwei Vertreterinnen der "Women International Leage for Peace and Freedom" schreiben (Seite 27). Die SchweizerInnen entscheiden sich am 3. März für den Beitritt zu Uno.

Christa Zopfi

P.S. Beim Versand der letzten FriZ ist der Druckerei leider ein Fehler unterlaufen. In der Folge konnten etliche FriZen nur mit Verspätung ausgeliefert werden. Dafür möchten wir uns bei allen betroffenen LeserInnen entschuldigen! Wer die letzte FriZ (Nr. 6/01, Thema: Kleinwaffen) nicht erhalten hat, melde sich bitte bei der Redaktion (Tel. 01 242 22 93 oder friz@efriz.ch )!

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