Religion und Krieg

"Wir führen den Kampf des Guten gegen das Böse!" Dieser Satz stammt nicht von einer Science Fiction-Figur, sondern Politiker oder Kriegsherren der Gegenwart und Vergangenheit führen ihn im Munde. Der Schritt von der Überzeugung zu wissen, was gut und was böse ist, bis zur Bereitschaft, das Böse zu vernichten, ist nicht weit. Vor allem wenn man glaubt, sein irdisches Leben hinzugeben für ein Leben in einer paradiesischen Welt.

Den drei monotheistischen Religionen, dem Judentum, dem Christentum und dem Islam, wird auf Grund ihrer Geschichte ein grosses Gewaltpotential zugeschrieben. Doch auch im Namen des Buddhismus und des Hinduismus, die gerne als friedfertige Religionen dargestellt werden, gab und gibt es Krieg und Unterdrückung. Dies ruft Irene Neubauer in ihrem Artikel in Erinnerung und spricht die Ambivalenz von religiösen Systemen an: Sie stärken die Menschen für den Widerstand gegen den Krieg, können aber auch für den Kampf gegen sogenannte Ungläubige mobilisieren.

Christa Zopfi

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