Auf den Spuren von Vre Karrer
Zusammen mit Maya Joss, der Tochter von Vre Karrer, dem Arzt Peter Schubarth und Bashir Gobdon, einem in Zürich lebenden Somalier, habe ich im Oktober vier Tage am Wirkungsort der verstorbenen Vre Karrer verbracht; eine viel zu kurze Zeit, um uns über ihr Werk ein vollständiges Bild zu machen. Es wurde uns alles gezeigt: das Ambulatorium, das gemäss unserem Arzt gut funktioniert; die Primarschule und die Secondary School, die von zirka 100 SchülerInnen besucht werden; die Bauerngenossenschaft Ambe Banaan, die unter der grossen Dürre leidet. An alle diese Orte wurden wir mit einem Auto gebracht, das von einem Lieferwagen mit zehn schwer bewaffneten Jünglingen angeführt wurde. Allen Menschen, denen wir in der rund 85000 EinwohnerInnen zählenden Stadt begegnet sind, sprachen mit grösster Hochachtung von ihrer "Mother" Verena.
Ende November 2002 fand in Zürich eine Information über die Reise und das weitere Vorgehen statt. Die TeilnehmerInnen teilten die Meinung des von Vre Karrer auserkorenen Vorstandes, dass das Werk weitergeführt werden soll. Als erstes wird im ersten Quartal 2003 ein Unterstützungsverein gegründet und der Kontakt mit dem DEZA und anderen in Entwicklungsländern tätigen Organisationen gesucht werden. Die FriZ wird bei Gelegenheit darüber berichten.
Jenny Heeb
