Interventionen im Namen der Menschenrechte

Die Menschenrechte gelten auf dem Papier für alle Menschen, ob Frau oder Mann, ob weiss oder farbig, ob gläubig oder nicht. Das hält die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte fest, doch wer achtet darauf, dass diese Rechte verwirklicht werden und wer interveniert bei Menschenrechtsverletzungen? Eine wichtige Rolle dabei spielen Menschenrechtsorganisationen innerhalb ihrer Länder und international. Sie richten ihr Augenmerk auf bestimmte Bevölkerungsgruppen, bringen Fälle von Diskriminierung an die Öffentlichkeit, erzeugen Druck und erreichen mit ihrem unermüdlichen Einsatz, dass sich die Situation der Betroffenen allmählich verbessert. In diesem FriZ-Thema berichten verschiedene Menschenrechtsorganisationen, in welchem Rahmen und mit welchen Mitteln sie sich für die Verwirklichung der Menschenrechte einsetzten. Auch in der Schweiz gibt es immer noch Defizite, zum Beispiel bei der Gleichstellung der Frauen, der Einbürgerungspraxis einzelner Kantone, der Behandlung von abgewiesenen Flüchtlingen. Deshalb sind im Parlament Initiativen für die Schaffung einer Menschenrechtskommission eingereicht worden, welche auch Bundesrat Josef Deiss grundsätzlich unterstützt. Noch uneinig ist man sich bei den Aufgaben und Kompetenzen dieser Kommission.

Einen Überblick über die Menschenrechte zu bekommen, ist nicht leicht; die Vielzahl von zwischenstaatlichen Abkommen, Beschwerdeverfahren, Kommissionen und Ausschüssen ist für Laien verwirrend. Eine kurz gefasste Darstellung bietet die Broschüre "Menschenrechte", die dieser FriZ beiliegt. Wer sich genauer über diese Rechte und zuständige Organisationen informieren möchte, findet Adressen und Links auf Seite 20.


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