Wer Konflikte mit Gewalt austrägt, löst noch mehr Gewalt aus, sagt der Friedens- und Konfliktforscher Wolfgang Sternstein und beleuchtet in seinem Bericht die Begriffe Pazifismus und Gewaltfreiheit. Sein Fazit: Nur gewaltfreie Methoden der Konfliktlösung führen langfristig zu weniger Gewalt und damit zu mehr Frieden und sozialer Gerechtigkeit.
Die Idee der Gewaltfreiheit ist älter, als der Begriff des Pazifismus, den vor über hundert Jahren der Franzose Emile Arnaud geprägt hat. Wie sich der Pazifismus seither entwickelt und verändert hat und welche Menschen ihn neu überdacht haben, beschreibt der Historiker Ruedi Brassel-Moser. Er geht auf das Dilemma der PazifistInnen vor und während des Zweiten Weltkriegs ein, als ein Teil der Bewegung den Einsatz von militärischen Mitteln gegen Hitler befürwortete.
Noch eingehender mit dem Thema der kollektiven Sicherheit befasst sich Ruedi Tobler, ein überzeugter Pazifist, und stellt sie als zentrales Element des Pazifismus vor. Er verweist auf den Völkerbund, die Uno und die Rolle der Schweiz bei der Verbesserung des Uno-Systems der kollektiven Sicherheit.
"Widerstand ist eine Pflicht", sagte der Schriftsteller Henry David Thoreau, ein Vordenker des Pazifismus im 19. Jahrhundert. Emil Zopfi stellt den Autor des bekannten Essays "Über die Pflicht zum Ungehorsam" vor, das für Gandhi wegweisend war. Er verteilte es seinen SchülerInnen und sagte: "Gewaltfreiheit ist die grösste Macht, die der Menschheit in die Hand gegeben ist." Wie diese Macht den Konflikt um den Irak beeinflussen wird, zeigt sich in den nächsten Wochen.
Christa Zopfi
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