In knapp einem Monat beginnen in Peking die 29. Olympischen Sommerspiele. Trotz lang anhaltender Proteste gegen die Menschenrechtssituation in China seit der Vergabe der Spiele im Jahr 2002 und trotz der militärischen Bekämpfung des tibetischen Widerstands anfangs dieses Jahres dürfte der grösste Sportanlass der Welt diesmal ohne nennenswerte internationale Boykotte vonstatten gehen. Schaut man sich die olympische Geschichte der Neuzeit an, so gehören die Diskussionen um einen Boykott aus politischen Gründen zumindest bei den Sommerspielen fast schon zum Usus.
Neben der zweifellos gerechtfertigten Kritik an der Menschenrechtspolitik Chinas sollte Peking 2008 aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit Politik und Praxis des Internationalen Olympischen Komitee auslösen, findet Friedensratpräsident Ruedi Tobler: «Es gibt nur eine wirklich zukunftsweisende Lösung. Die olympischen Spiele in ihrer heutigen Form gehören abgeschafft, das unglaubwürdig gewordene IOK soll sich auflösen und den Platz frei machen für einen Neuanfang.» Weshalb lesen Sie auf Seite 4 dieser Redaktion friZ.
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